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Pressemitteilung

25.06.2009

Keine Freilandversuche mit Gen-Getreide

Jüngst diskutierten rund 30 Mitglieder der Jungen Union (JU) aus den Regierungsbezirken Tübingen und Stuttgart mit Ulrich Zimmermann, Inhaber der Bergbrauerei, und Dr. Gerold Duschler, Pharmazeut und Forscher im Bereich der Gentechnik bei einem Biberacher Pharmaunternehmen, über Chancen und Risiken der Gentechnik.

Sowohl der Umgang mit der so genannten roten Gentechnik, die unter anderem bei Arzneimitteln eingesetzt wird, als auch die grüne Gentechnik, also die Veränderung von pflanzlichem Erbgut, wurden in diesem Zusammenhang erörtert.

Die Jungunionisten waren sich mit den Referenten darüber einig, dass die Forschung auch zukünftig in allen Bereichen möglich sein sollte.
Der Bezirksvorsitzende der JU Württemberg-Hohenzollern betonte, dass gerade auch Baden-Württemberg als Land der Tüftler und Erfinder diese Forschung unterstützen sollte. ?Jedoch gehört die Gentechnikforschung nicht aufs freie Feld, sondern ins Labor und ins Gewächshaus.", fügte der stellvertretende JU-Landesvorsitzende und Ehinger Stadtrat Peter Bausenhart hinzu.

Dieser Auffassung pflichtete auch Ulrich Zimmermann bei. Die gesamte Forschung befinde sich in einem derart frühen Stadium, dass mögliche Risiken noch nicht absehbar seien. Zudem konnte er für die Zunft der Bierbrauer berichten, dass keinerlei Nachfrage nach gentechnisch veränderten Rohstoffen bestehe.
In der Diskussionsrunde kamen auch Probleme mit gentechnisch veränderten Futtermitteln und Grenzwerten bei der Deklarierung von Gen-Produkten zur Sprache.
?Sind gentechnisch veränderte Pflanzen erstmal in freier Natur, wird man sie anders als bei Laborversuchen nicht mehr kontrollieren können.", war sich auch der Pharma-Experte Duschler sicher.

Aus der Runde wurde deshalb auch Kritik an Forschungsministerin Anette Schavan laut, die die Restrisiken mit großflächigen Freilandversuchen nicht ausreichend berücksichtige.Die Junge Union sah sich durch diese Diskussion in ihrer Auffassung bestätigt, auch zukünftig eine verstärkte Unterstützung der Direktvermarktung regionaler Produkte zu fordern. Die Verbraucher müssten überzeugt werden, für Qualität und Herkunft der Lebensmittel einen etwas höheren Preis zu bezahlen. Dies fördere nicht nur die heimische Landwirtschaft, sondern auch die Angebotsvielfalt und den Umweltschutz. ?Es schmeckt doch gleich viel besser, wenn ich die Felder im Sommer sehe, deren Gerste ich im Winter als Bier im Glas habe.", fasste Norbert Lins den informativen Abend zusammen.




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