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Pressemitteilung

31.07.2011

Mischlösung - keine Lösung für S21

Mit großer Skepsis hat die Junge Union (JU) Württemberg-Hohenzollern vom Vorschlag Heiner Geißlers zu einer sogenannten "Kombi-Lösung" von Tief- und Kopfbahnhof in Stuttgart Kenntnis genommen. Bei ihrer Ausschusssitzung am Freitagabend hatten die Jung-CDU´ler aus dem Regierungsbezirk Tübingen die Gelegenheit, diese Mischlösung unmittelbar nach deren Veröffentlichung zu erörtern. Hierbei konnten die Auswirkungen dieser Forderung auf die Anbindung Südwürttembergs an die Region Stuttgart direkt mit Bahnplanern, unter anderem aus der Schweiz, diskutiert werden.

Die JU stellt fest, dass eine - wie auch immer geartete - Lösung nicht nur für Reisende im Fernverkehr Vorteile bringen darf. Von wesentlich stärkerer Bedeutung für Südwürttemberg sind attraktivere Verbindungen im Regionalverkehr, auch über Stuttgart hinaus. Nur so ist eine Verlagerung des regionalen Straßenverkehrs auf die Schiene, insbesondere im Pendlerverkehr, erreichbar. Nur der Tiefbahnhof mit Regionalverkehr führt zu deutlich verkürzten Reisezeiten. Ein Kopfbahnhof bringt keine wahrnehmbaren Vorteile für die Fahrgäste, erst recht nicht eine solche, unausgegorene Mischlösung. Entscheidend darf nicht ein fauler, technisch-orientierter Kompromiss sein, wie er mit SMA diskussionslos vorgelegt wurde. Maßgeblich muss sein, welches Konzept den Belangen aller Baden-Württemberger am besten gerecht wird, also mehr Menschen mit kürzeren Fahrzeiten auf die Schiene bringt. Ein solcher Nachweis fehlt sowohl für K21 wie auch für die Mischlösung.

?Die Junge Union fordert daher eine klare Kunden- und Nachfrageorientierung statt fauler Stadtbefriedungskompromisse. Die Konsequenzen aus dem Stresstestergebnis sind zu ziehen. Stuttgart21 muss gerade für Südwürttemberg in optimierter Form umgesetzt werden.?, so der Bezirksvorsitzende Norbert Lins (Horgenzell, Landkreis Ravensburg).

Rückenwind erhält die JU indes von ihrem Landesvorsitzenden, CDU-Abgeordneten und Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestags, Steffen Bilger (Ludwigsburg): ?Mit seinem Vorschlag erlaubt Geißler wieder alle Gedankenspiele auch ohne 49 Züge im Tiefbahnhof. Ich bin überzeugt, dass es in der Spitzenstunde auch nach 2035 noch mit weniger, dafür längeren Regionalzügen geht. Schließlich erwartet der Bahnkunde mehr Sitzplätze und nicht zwingend mehr Züge in der Hauptverkehrszeit.?, so Bilger. Überdies bekämen Land und Fahrgast mit solch einer Lösung mehr Leistung für ihr Geld ? auch wenn landesweit zwischen Langenargen und Bad Schönborn-Kronau an einem Dutzend Bahnhöfen Bahnsteige aufgewertet werden müssten!




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